Am 22.12.2014 zogen in das ehe­ma­li­gen Bun­des­wehr­kran­ken­haus am Natru­per Holz die ers­ten 158 Asyl­su­chen­den ein. Im Lau­fe des Jah­res 2016 soll die neue Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung Platz für 600 Geflüch­te­te bie­ten. Erst dann wird eine eige­ne Außen­stel­le der Lan­des­erst­auf­nah­me­be­hör­de ein­ge­rich­tet. Bis dahin gilt sie als Außen­stel­le der Lan­des­auf­nah­me­be­hör­de Bramsche-Hese­pe. Kon­kret bedeu­tet das, dass die Asyl­su­chen­den nach Bramsche-Hese­pe fah­ren müs­sen, um den Asyl­an­trag zu stel­len. Außer­dem kommt ein Mit­ar­bei­ter der Behör­de für die wöchent­li­che Aus­zah­lung des Taschen­gel­des.

Für die Stadt Osna­brück bedeu­tet die neue Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung eine enor­me finan­zi­el­le Ent­las­tung, denn die Kos­ten für Umbau und Ver­wal­tung lie­gen aus­schließ­lich beim Land Nie­der­sa­chen. Ver­ein­bart ist die Zah­lung der Mie­te von 800000 Euro jähr­lich für die nächs­ten 10 Jah­re an die Stadt Osna­brück. Außer­dem wer­den die in der Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung leben­den Geflüch­te­ten auf die Quo­te der Stadt Osna­brück ange­rech­net. Somit muss sich die Stadt­ver­wal­tung nicht um neue Asyl­be­wer­ber­un­ter­künf­te bemü­hen oder gar Con­tai­ner auf­stel­len. Dies stellt eine gro­ße Ent­las­tung der Ver­wal­tung dar, zumal die Stadt Osna­brück, im Gegen­satz zu ande­ren Kom­mu­nen, nicht auf eine städ­ti­sche Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft zurück­grei­fen kann und der Woh­nungs­markt über nur wenig preis­güns­ti­gen Wohn­raum ver­fügt.

Momen­tan wird die Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung von der Dia­ko­nie in Stadt und Land Osna­brück geführt. Der Ver­trag zwi­schen den Land Nie­der­sach­sen und der Dia­ko­nie läuft vor­erst bis Ende 2015.

Die Reak­ti­on der Anwohner_innen auf die Umnut­zung des Bun­des­wehr­kran­ken­hau­ses ist sehr posi­tiv. Die Hilfs­be­reit­schaft ist im Ver­gleich zu ande­ren Orten bemer­kens­wert hoch. Mitt­ler­wei­le gibt es ein grö­ße­res Ange­bot an Lern- und Frei­zeit­an­ge­bo­ten, als in ande­ren Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen. Dem­entspre­chend liegt der Fokus unse­rer Arbeit in Bramsche-Hese­pe. Zur­zeit ver­tei­len wir unse­re Aktio­nen im Ver­hält­nis eins zu drei.

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